Nur für die Liebe

 

Menschen, die sich hassen und sich einfach nicht versteh‘n,

die vor lauter Blindheit keinen geraden Weg mehr seh‘n.

Für die Krieg, Gewalt und Mord die gerechte Sache ist,

diese Menschheit, die nur fort gleich mit Gleichem misst.

Die Herzen tragen, kalt wie Stein, in zerstörerischer Wut

ihren Kindern zerschlagen Herz und Bein. Mir kocht dabei das Blut!

Die auf Trümmern ihres Schlachtfeld’s sich im Reigen tanzend dreh’n.

Doch die Liebe kann es heilen. Mit dem Herzen sollst du seh’n.

 

 

Nur  für die Liebe möcht‘ ich werben, denn für die Liebe solltest du alles tun.

Und für die Liebe geh‘ nur über Scherben, und du wirst dir dabei nicht weh zu tun.

 

 

Würd‘ in keinen Krieg zieh’n, der zum Ziel nur Töten weiss.

Gegen diesen Wahnsinn angeh’n, bis die Armada „Frieden“ heisst.

Oder liess ich mich zerbrechen, von den Schergen der Gewalt?

Würd‘ ich, was sie woll’n aussprechen, bis es von den Wänden hallt:

„Hier schreit der, den sie verbogen, wie es ihnen so gefiel,

sich verkauf hat, betrogen seiner Freunde und sein Ziel!“

Nein! Ich würde gerade da steh’n, diesen Sieg für sie gäb’s nicht.

Nur die Liebe kann mich brechen, wärmt sie mich mit ihrem Licht.

 

 

Nur  für die Liebe möcht‘ ich werben, denn für die Liebe solltest du alles tun.

Und für die Liebe geh‘ nur über Scherben, und du wirst dir dabei nicht weh zu tun.

 

 

Lieb‘ mit Herz und Seele, und begreif, was wirklich ist.

Werde nochmal Kind, mein Freund, und werde, wer du bist.

Und lass dich nicht verdriessen,  und du  wirst nie untergeh’n.

Und wenn du auch mal fällst, es heisst immer auf zu steh‘n.

Geh‘ deinen Weg, und geh‘ in grad‘, und lieb‘ zuerst dich selbst.

Denn deine Liebe ist das Glück, das du in Händen hältst.

Und bück‘ dich nicht vor anderen, und mach dich niemals klein.

Denn dann, mein Freund, wirst du am Ende immer glücklich sein.

 

 

Nur für die Liebe möcht‘ ich werben, denn für die Liebe solltest du alles tun.

Und für die Liebe geh‘ nur über Scherben, o und du wirst dir dabei nicht weh zu tun.

 

 

© Rüdiger Kirsch